Städtische Behindertenberatung und -betreuung legt Jahresbericht 2020 vor

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Dreieich.   Die städtische Behindertenbetreuung bietet Menschen mit Behinderung ein umfangreiches Leistungsangebot an. Ursula Zimmermann und Michael Krüger beraten zum Schwerbehindertengesetz, zur Pflegeversicherung und unterstützen Ratsuchende in schwierigen Lebenssituationen. Wichtige Arbeitsgrundlage sind gute Kontakte zu Einrichtungen anderer Städte und gemeindenahen Verbänden der Behindertenbetreuung, wie der Lebenshilfe e.V., Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung, die Behindertenhilfe in Stadt und Kreis Offenbach sowie der Janusz-Korczak-Schule, Schule mit Förderbedarf Geistige Entwicklung in Langen.

Eine der Hauptaufgaben der Behindertenberatung und -betreuung ist die freizeitpädagogische Clubarbeit, die sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer geistigen Behinderung richtet. Die 80 Mitglieder der fünf Clubs sind im Alter zwischen sieben und derzeit 70 Jahren aus dem Dreieicher Stadtgebiet, aber auch aus anderen Städten und Gemeinden im Westkreis Offenbach. „Die Platzkapazität der einzelnen Clubs ist abhängig vom individuellen Betreuungsbedarf der jeweiligen Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Wir haben in einzelnen Clubs immer mal wieder Plätze frei“, so Ursula Zimmermann. Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es jedoch für einige Clubs eine Warteliste, in die sich Interessierte für die Clubbesuche eintragen lassen können.

Ursula Zimmermann, hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterin, leitet die Betreuungskräfte an, die die Clubteilnehmenden bei den Veranstaltungen betreuen, und begleitet diese fachlich. Für die Clubarbeit entstanden im vergangenen Jahr Personalkosten für Betreuungskräfte in Höhe von rund 163.413 Euro (2019: 175.110 Euro). Für die gesamte Behindertenarbeit, Freizeiten und die ganzjährige Clubarbeit, waren im Jahr 2020 insgesamt 316.430 Euro zu verbuchen.

„Die Betreuungspersonen bringen ein hohes Maß an persönlichem Engagement, Verantwortungsbewusstsein, Methodik und vor allem sehr viel Herzblut in ihre Arbeit ein“, erklärt Ursula Zimmermann. „Großen Wert legen wir darauf, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter inhaltlich bei der Arbeit zu unterstützen und weiterzubilden, um das hohe Niveau unseres Angebotes sicherstellen und ausbauen zu können. So ist es unser Ziel, den Clubbesucherinnen und Clubbesuchern eine möglichst selbstbestimmte Freizeitgestaltung zu ermöglichen.“

Die Kosten des eigenen Konsums bei den Freizeitaktivitäten oder einen Teil der Kosten für die Clubfreizeiten bestreiten die Clubmitglieder weiterhin selbst. Seit 2014 müssen sich die Clubbesuchenden zusätzlich mit einer monatlichen Teilnahmegebühr von 10 Euro an den Kosten beteiligen. Der städtische Zuschuss deckt weitere Kosten, zum Beispiel für die Betreuungskräfte.

Der „Clubsalat“, ein Informations- und Programmheft, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Die Clubs stellen hierin zeitnah und aktuell ihre Arbeit dar. Mit einer Auflage von rund 220 bis 250 Exemplaren erscheint die Broschüre alle zwei Monate und wird kostenlos an den Teilnehmendenkreis, Eltern und Angehörige sowie alle Institutionen, die mit der Dreieicher Behindertenbetreuung zusammenarbeiten, verteilt. Das Heft wird eigenständig von Mitarbeitenden des Fachbereichs Soziales, Schule und Integration sowie Betreuungskräften aus der Clubarbeit gestaltet. Bei Interesse kann der Clubsalat bei Ursula Zimmermann und Michael Krüger, Tel.: 06103/601-243, im Fachbereich Soziales, Schule und Integration angefordert werden. Dort können sich auch Interessierte melden, die sich als Betreuungskräfte engagieren und die Teams unterstützen möchten. Auch Eltern und Angehörige können sich dort jederzeit über die Aktivitäten der Dreieicher Clubs für Menschen mit einer Behinderung informieren.

Das Jahr 2020 war auch für die Behindertenbetreuung ein besonderes Jahr. Der Beginn der weltweiten Pandemie brachte für die Behindertenbetreuung von heute auf morgen viele Einschränkungen im täglichen Arbeiten. Mit dem Start des ersten Lockdowns mussten leider alle Veranstaltungen, die in den letzten Jahren ihren festen Platz im Terminkalender der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten, abgesagt werden. „Auch die beliebten Sommerfreizeiten konnten 2020 nicht durchgeführt werden. Aber ein Urlaub in 2020 mit großen Gruppen war leider nicht möglich. Wir wissen, dass dies viele der Clubteilnehmenden sehr traurig gemacht hat, aber ein solches Risiko wäre nicht zu verantworten gewesen“, so Bürgermeister Martin Burlon.

Die Betreuungskräfte versuchten, soweit dies möglich war, Kontakte zu den Clubteilnehmenden per Brief, Anruf oder Besuchen aufrecht zu erhalten. Mit einer kleinen Gruppe konnte ein fünftägiges Fotoprojekt mit einem strengen Hygienekonzept in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Kreises Offenbach in den Sommerferien in Dreieich verwirklicht werden. Unter dem Motto „Mein Blick auf Dreieich / Wo ich lebe – was ich liebe“ wurde eifrig fotografiert und verschiedene Techniken ausprobiert. Für alle war das Projekt eine Bereicherung und eine wertvolle Erfahrung; eine Auswahl der Bilder wurden nach einem Online-Voting der Bürgerinnen und Bürger Dreieichs zu einem Dreieicher Wandkalender 2020 zusammengestellt. „Ein großes Dankeschön gilt hier dem Team, das sich in dieser völlig neuen Situation für dieses Projekt eingesetzt hat,“ ergänzt Bürgermeister Martin Burlon.

Vom Förderverein der Behindertenhilfe Dreieich e. V. wurden in diesem besonderen Jahr kleine Weihnachtsgeschenke finanziert und vom Team der Behindertenbetreuung persönlich mit Abstand an die Clubteilnehmenden überreicht. Mit dieser kleinen Geste konnte viel Freude in diesen schweren Zeiten bereitet werden. Der Förderverein mit den Eltern der Clubbesuchenden sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger engagieren sich in nachahmenswerter Weise für die Arbeit für Menschen mit Behinderung. „Ich danke insbesondere diesen Menschen ganz herzlich für ihr ehrenamtliches Engagement“, so Bürgermeister Martin Burlon. Gestartet als eine Elterninitiative gründete sich 2014 der Förderverein für die Behindertenbetreuung, der die Arbeit der städtischen Behindertenbetreuung tatkräftig inhaltlich und auch finanziell unterstützt.

„Ich bin überzeugt von dem bestehenden – und bewährten – integrativen Konzept der Arbeit für Menschen mit Behinderung. Dieses Angebot unter städtischer Regie sucht in der Region seinesgleichen. Wir ermöglichen damit schon seit vielen Jahren insbesondere Menschen mit einer geistigen oder mehrfachen Behinderung, ihre Freizeit mit Assistenz selbst zu gestalten und damit die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben“, sagt Bürgermeister Martin Burlon.

Quelle: Stadt Dreieich

 

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