Andenken an Dr. Walter Lübcke bewahren

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Bahnhofsvorplatz West trägt jetzt den Namen des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten.

Der feige Mord an dem Kasseler Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke hat bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die Stadt Langen möchte das Andenken an den überzeugten Demokraten, der aus politischen Gründen von einem rechtsextremen Täter getötet wurde, bewahren und hat deshalb den Bahnhofsvorplatz West in Dr.-Walter-Lübcke-Platz umbenannt. Am heutigen 1. Juli wurde der Platz im Beisein des hessischen Innenministers Peter Beuth offiziell eingeweiht. Gemeinsam mit Bürgermeister Jan Werner enthüllte Peter Beuth eine Gedenktafel.

Jan Werner würdigte Walter Lübcke als Politiker, der sich stets mit großem Engagement für die Grundwerte unserer freiheitlichen-demokratischen Grundordnung eingesetzt hat. „Der feige Mord ist uns eine Mahnung, weiter entschieden gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Hass, Hetze und Rassismus vorzugehen“, betonte der Bürgermeister. „Dr. Lübcke ist ein Vorbild für uns, sein Wirken und seine Verdienste für unser Land werden wir immer in Erinnerung behalten. Sein Tod verpflichtet uns, alles dafür zu tun, dass jedermann und auch gerade politisch Verantwortliche frei ihre Meinung äußern können, ohne Angst haben zu müssen.“

Um den ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten als einen aufrechten Demokraten zu ehren, hat die Langener Stadtverordnetenversammlung am 2. Dezember 2020 auf Anregung der Freien Wähler beschlossen, den Bahnhofsvorplatz West in Dr.-Walter-Lübcke-Platz umzubenennen. Die jetzt enthüllte Gedenktafel soll den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Besuchern stets in Erinnerung halten, dass Dr. Walter Lübcke für demokratische Werte, für Toleranz und ein friedvolles Miteinander aller Menschen und Religionen in Deutschland eingetreten ist.

Jan Werner rief auch weitere Angriffe auf deutsche Politiker wie 2015 auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und 2017 auf den Altenaer Bürgermeister Andreas Hollstein sowie die zunehmenden Drohungen und Gewaltaufrufe gegen Politiker und Mandatsträger in Erinnerung. „Man sollte annehmen, dass dies die Menschen aufrüttelt und zum Umdenken führt“, so Jan Werner. „Doch das Gegenteil ist der Fall.“ Er stimme daher der Aussage von Ministerpräsident Volker Bouffier voll und ganz zu, dass „wir extremistischen Gruppen nicht unsere Demokratie überlassen dürfen – eine Demokratie, für die wir hart gekämpft haben.“

„Der Angriff auf Walter Lübcke war auch ein Angriff auf uns alle und eine Attacke auf unsere freiheitliche Demokratie“, sagte der Langener Bürgermeister. „Extremisten hoffen, dass sie mit ihren Taten im schlimmsten Sinne des Wortes andere mundtot machen und Angst und Entsetzen verbreiten. Die Antwort von uns kann nur lauten: Wir haben nicht nur keine Angst, wir sind auch entschlossen, keinen Millimeter diesem extremen Spuk nachzugeben.“

In einem freien Land könne nicht verhindert werden, dass Querdenker, Betonköpfe, Extremisten oder Chaoten durch die Straßen ziehen und Fake-News und ihre Parolen brüllen. Doch man müsse diesen Leuten klarmachen, dass sie weder „Das Volk“ sind noch für die Mehrheit des deutschen Volkes sprechen. Jan Werner: „Wir dulden in diesem Land keinen Fremdenhass! Dieses Land ist eine Demokratie und muss es bleiben.“

Quelle: Stadt Langen

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