Wie wirkt sich das Handeln in der Stadt auf das Klima aus? Wen interessiert das schon…

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Dreieich ist seit 2010 eine von 100 Kommunen für den Klimaschutz. Tolle Sache! Es gab bisher eine Ausstellung im Einkaufszentrum, ein Festival mit Mehrwegbechern, die Mitarbeiter*innen der Stadt haben jetzt ein Jobticket und es gab eine Verleihaktion für Lastenräder. Und so wirklich viel mehr ist leider nicht geschehen. Nach dem Urteil von Karlsruhe können wir uns nicht mehr wegducken, es ist Zeit, endlich zu handeln.

Wir haben ein Klimaschutzkonzept – super, oder??

Zugegeben, es gibt seit 2014 (!) ein Klimaschutzkonzept. Dieses Papier hat sich das Ziel gesetzt, den CO2-Verbrauch der Dreieicher*innen von 11,7t (1990) auf 5,75t pro Jahr zu senken, bis 2050 dann auf 2,23t CO2. Mal davon abgesehen, dass dies ohnehin zu wenig ambitioniert ist – wo stehen wir eigentlich gerade? Ehrlich gesagt: wir wissen es nicht.

Hieß es im Beschluss zum Klimaschutzkonzept am 7.5.2013 so schön …der Aufbau eines Klimaschutz-Controllings werden dabei als wichtiger Teil der Zielerreichung beschlossen. Es dient als Grundlage des zukünftigen Handelns der Stadt Dreieich“, so stimmen wir Herrn Honka (CDU) zu, der im Kommunalwahlkampf 2021 in der Offenbach Post meinte „Jeder Einzelne muss sich seiner Verantwortung bewusst sein und entsprechend handeln. Es gibt wohl ausreichend Beschlüsse dazu auf allen politischen Ebenen“. Stimmt, es gibt Beschlüsse und wir sollten endlich auch die Verantwortung übernehmen!

Die Unternehmen sind weiter und bekommen auch Unterstützung. Mit dem Projekt Ökoprofit wird zumindest hier ein echter Fortschritt erzielt, die Stadt beteiligt sich.

Wenn wir schon nicht wissen, wo wir eigentlich gerade stehen bzgl. unserer selbst beschlossenen Klimaziele – wofür übrigens seit 2020 jährlich 50.000 € Dank eines GRÜNEN Antrages zur Verfügung stehen würden – können wir dann bitte wenigstens checken, ob das, was wir in Zukunft tun, in die richtige Richtung geht? Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass künftige Projekte darauf geprüft werden, ob sich der CO2-Ausstoß für ein Projekt noch im Rahmen des Erträglichen bewegen wird, ob für bevorstehende Projekte ein Ausgleich geschaffen werden sollte, weil z.B. Grünflächen verschwinden u.a.m.

Nicht genug Personal

Wie soll das gehen? Personal reicht nicht in der Verwaltung! Projekte werden verzögert. Das sind die Reaktionen unserer politischen Mitbewerber auf die Klimafrage. Dabei haben wir die Antworten IM ANTRAG und ANHANG mitgeliefert, denn Freiburg und andere Städte machen genau das bereits jetzt. Und hey, liebe SPD, vielleicht erinnert ihr euch an euer eigenes Wahlprogramm, in dem es heißt „Wir fordern u.a., dass Energieverbrauchs-Kennzahlen oder die Nutzung von regenerativen Energien in den Plänen festgeschrieben werden.“ Also irgendwie will man doch irgendwas messen, was sich auf das Klima auswirken könnte.

Wie soll man denn Klimaauswirkungen messen?

Und Dreieich konnte das auch mal, das Messen und Bewerten: im Klimaschutzkonzept von 2014 wurden mögliche Maßnahmen hinsichtlich ihrer Effizienz auf den Klimaschutz geprüft, in einem Ampelsystem nach geringer, mittlerer und hoher Effizienz. Vielleicht haben wir nicht die Fachleute dafür in der Verwaltung oder einfach nicht genug Personal, um so etwas auszuarbeiten. Das ist nicht schlimm, denn wir haben die finanziellen Rahmenbedingungen dafür geschaffen, um uns eben dieses Knowhow wieder einzukaufen! Das ist bereits 2014 passiert und heraus kam eine praxisnahe, alltagstaugliche Anleitung für die kommenden Jahre.

Ein Klima-Check ist Traumtänzerei? Andere machen es längst, es geht (und ist sogar förderfähig!) – Beispiele aus: BayernFreiburgGroß-Gerau 

Sieben Jahre nach dem Klimaschutzkonzept macht das Klimaschutzmanagement Öffentlichkeitsarbeit, besucht Kitas und bildet Netzwerke. Das ist nicht falsch, aber ist unsere Priorität wirklich der älteste Kühlschrank der Stadt?

Also, liebe CDU, machen wir, was der Fraktionssprecher sagt: lasst uns endlich Verantwortung übernehmen.

Quelle: Grüne Dreieich

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