Magistrat würdigt Georg Aloys Rink

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Feierstunde am Grab zum 50. Todestag des Ehrenbürgers und NS-Widerstandskämpfers

Zum fünfzigsten Mal jährte sich am Montag (21.) der Todestag von Aloys Georg Rink. Der Magistrat der Stadt Rödermark hat deshalb einen Kranz am Grab des Ehrenbürgers von Urberach und Widerstandskämpfers gegen das Nazi-Regime niedergelegt.

Rink war vor der Machtergreifung der Nazis Vorsitzender der SPD im Kreis Dieburg, Mitglied des Landtags und des Urberacher Gemeinderats. Von den neuen Machthabern wurde er verfolgt. Immer wieder verhaftete man ihn, verurteilte ihn zu Haftstrafen oder nahm ihn im KZ Osthofen in „Schutzhaft“. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er – wie viele andere ehemalige SPDler – ins KZ Dachau gebracht. Nach dem Krieg gehörte Rink dem ersten hessischen Landtag an und war damit einer der Gründerväter der Demokratie.

Zu der Feierstunde an Rinks Grab begrüßte Bürgermeister Jörg Rotter dessen Enkel Klaus-Joachim Rink, der sich seit vielen Jahren in vielfältiger Weise ehrenamtlich engagiert gegen das Vergessen. Im Herbst wird er ein Gedenkbuch vorstellen, das den politischen Widerstand in Urberach und Ober-Roden zum Inhalt hat und die Frauen und Männer würdigt, die sich gegen das menschenverachtende Regime gestellt haben. „Aloys Georg Rink war einer dieser Männer, ein großer und mutiger Sozialdemokrat, der seinen Mut mit KZ und Arbeitslosigkeit bezahlt hat, und der nach der Nazi-Zeit am Aufbau eines demokratischen und freiheitlichen Deutschland mitgearbeitet hat“, sagte der Bürgermeister. „Aloys Georg Rink wurde 1971 zum Ehrenbürger Urberachs ernannt. Sein Leben ist für uns heute – 50 Jahre danach – Auftrag und Verpflichtung, unser demokratisches Gemeinwesen zu schützen und zu stärken. Diesem Auftrag widmen wir uns mit aller Kraft.“

Quelle: Stadt Dreieich

 

 

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