Rödermark: EIN KRANICH IM GRÜNEN

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Die Stadt Rödermark verstärkt ihre Aktivitäten, dem Insektensterben etwas entgegenzusetzen. Jüngstes Beispiel ist der sogenannte Kranichkreisel in der Frankfurter Straße am Ortseingang von Ober-Roden. Die Kranichskulptur, die den Mittelpunkt der Kreiselfläche ziert, war bisher lediglich von einer Schotterschicht umgeben. Anfang Oktober wurde der Schotter gegen Pflanzsubstrat ausgetauscht. In einem zweiten Arbeitsschritt wurde eine heimische (Wild-)Staudenpflanzung eingebracht. Im kommenden Frühsommer wird diese in voller Blüte stehen.

Die Umsetzung des Projektes erfolgte in einer großen Kooperation zwischen der Stadt, den Impulsgebern von der Leitbildgruppe „L(i)ebenswertes Rödermark“ unter Projektleitung von Heinrich Diederichs und des NABU Rödermark unter der Projektleitung von Doris Lerch. Ein Rödermärker Unternehmen, die Firma Gartengestaltung Haus, konnte dabei als Sponsor gefunden werden und führte die Umgestaltung des Kreisels unentgeltlich aus. Dass alles so reibungslos funktionierte, freut Bürgermeister Jörg Rotter: „In einer solchen Konstellation kann noch viel gemeinsam auf den Weg gebracht werden, was der Natur und damit der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt. Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement sehr herzlich.“

Auch das Umfeld des Kranichkreisels wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 umgestaltet. Verschiedene Flächen werden unter Federführung der Stadt aufgewertet. Hierzu erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Diplom-Biologin Dr. Eva Distler. Finanziert wird das Vorhaben zu großen Teilen aus Mitteln des ENTEGA-Projekts „Blühendes Südhessen“. Gemeinsam soll ein Gesamtkonzept für die Umgestaltung solcher Flächen entwickelt werden, das in Zukunft auch auf weiteren Standorten angewendet werden kann.

Nach Untersuchungen in mehreren Bundesländern ist die Biomasse der Fluginsekten seit 1989 um bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Nicht nur die Zahl der Arten, sondern auch die der Individuen befindet sich also in einem dramatischen Sinkflug. Zu den möglichen Ursachen gehören die Fragmentierung und Zerstörung von Lebensräumen, das Wegfallen wichtiger Biotopstrukturen, aber auch der Einsatz von immer wirksameren Insektiziden. Diesem Trend wird durch vielfältige Initiativen entgegen gewirkt. Die Stadt Rödermark verstärkt ihre diesbezüglichen Aktivitäten. Dies geschieht oft gemeinsam mit den Rödermärker Grünpaten, mit den Quartiers- und Leitbildgruppen.

Insekten sind nicht nur Nahrungsquelle für Amphibien, Vögel und Fledermäuse, sondern übernehmen die Bestäuberfunktion für zahlreiche Nutzpflanzen. Um dem Insektensterben wirksam zu begegnen, ist es wichtig, möglichst viele vernetzte Grünstrukturen mit geeigneten Pflanzen zu sichern oder wiederherzustellen. Verschiedene Flächen im Gemarkungsgebiet wurden schon von einfachen Grünflächen in blütenreiche Insektenwiesen umgewandelt.

Foto (v. l.): Sebastian Schlotter (Sohn des Künstlers Gotthelf Schlotter, der die Kranich-Skulptur geschaffen hat), Winfried Hitzel (Leitbildgruppe “L(i)ebenswertes Rödermark, LL), Bürgermeister Jörg Rotter, Doris Lerch (NABU Rödermark), Kristina Lust (Stadt Rödermark, Bauverwaltung), Friedrich Kühne (LL), Ulrich Czerwinski (LL), Waldemar Lange (LL), Rudi Schleicher (LL), Karlheinz Weber (LL), Heinrich Diederichs (LL)

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