Naturschutzgebiete nicht betreten: Umweltschützer informieren vor Ort über Tier- und Pflanzenwelt

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Das mittlerweile sonnige Frühlingswetter und die vielfältigen Einschränkungen, die die Pandemie leider immer noch mit sich bringt, haben starke Auswirkungen auf das aktuelle Freizeitverhalten in Deutschland. Von den in Südhessen beheimateten 344 Naturschutzgebieten, leiden laut dem Regierungspräsidium Darmstadt viele massiv unter dem Fehlverhalten der Besucher, die sich nicht an die Verhaltensregeln halten.

Auch das 48 Hektar große Naturschutzgebiet „Kammereckswiesen, Herchwiesen, Schmale Wiesen und Belzbornwiesen von Langen“ ist ein besonders empfindlicher Lebensraum und aktuell Freizeitziel zahlreicher Langener und Egelsbacher Bürgerinnen und Bürger. Die extensiv genutzten, nährstoffarmen Magerwiesen in der Langener Südgemarkung mit Röhrichtbeständen beherbergen nicht nur den Wiesenknopf-Ameisenbläuling, eine seltene Schmetterlingsart, sondern noch eine Vielzahl anderer seltener Pflanzen- und Tierarten. Dazu zählen die Pracht- und Heidenelke, das breitblättrige Knabenkraut (eine Orchideenart) und das Schwarzkehlchen, die Rohrammer sowie zahlreiche Amphibien, Reptilien, Spinnen und Insekten.

Damit in dem Naturschutzgebiet die vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben, ist das Betreten des Lebensraumes gesetzlich verboten. Deshalb appelliert die Langener Umweltberatung seit Jahren an die Spaziergänger, auf den offiziellen Wegen zu bleiben, die um das Gebiet herumführen, und nicht querfeldein über die Wiesen zu laufen. Auch zwischenzeitlich entstandene breitere Gras-Pfade oder sandige Feldwege, die in das Schutzgebiet hineinführen, dürfen nicht betreten werden.

Während der Brut- und Setzzeit vom 1. März bis 1. Oktober herrscht zusätzlich Leinenzwang. Hunde sind also immer anzuleinen. Und natürlich dürfen auch keine Pflanzen gepflückt oder ausgegraben werden.

Weil diese klaren Regeln zum Schutz der Natur oft nicht eingehalten werden, sind die lokalen Umweltschutzvereine, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND Langen/Egelsbach) und der Naturschutzbund Deutschland (NABU Langen/Egelsbach), um Abhilfe bemüht und haben weitere Aktionen zum Schutz des empfindlichen Gebietes geplant. Gemeinsam mit dem Forstamt Langen (HessenForst) und der Stadt Langen wird aktuell überprüft, wo zusätzliche Infoschilder an dem Gebiet aufgestellt werden können, illegale Trampelpfade zugestellt und wie die Spaziergänger über das Schutzgebiet aufgeklärt werden können. Auch das Verhängen von Bußgeldern ist durchaus möglich.

Eine erste große Aufklärungskampagne, findet am Samstag, 12. Juni, von 14 bis 16 Uhr direkt vor Ort, an vier bis fünf Stellen rund um das Schutzgebiet statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden über das Gebiet informiert und bekommen direkt erklärt, welche Wege betreten werden dürfen und welche nicht. Dazu werden Naturpostkarten mit den seltenen lokalen Tier- und Pflanzenarten sowie Wegekarten verteilt. Eine lobenswerte Initiative, findet auch Erster Stadtrat Stefan Löbig, der Schirmherr der Kampagne. „Denn nur mit entsprechender Rücksichtnahme aller auf die lokale Flora und Fauna ist der Erhalt des Gebietes und der seltenen Arten auch noch für die Zukunft möglich“, so Stefan Löbig.

Entsprechende Hinweisschilder rund um das Naturschutzgebiet weisen ebenfalls darauf hin. Außerdem gibt es einen Infoflyer, auf dem das offizielle Wegenetz in der Südgemarkung mit verschiedenen Routenvorschlägen vermerkt ist, welche problemlos begangen werden können. Dieser kann auch von der städtischen Internetseite im Bereich www.langen.de/schutzgebiete-in-langen.html heruntergeladen werden.

Quelle: Stadt Langen

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