Gefahr der Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke in Hessen

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Gesundheitsminister Kai Klose: „Der beste Schutz, um die Ansiedelung der Tigermücke zu verhindern, ist, selbst aktiv zu werden.“

Die fortschreitende Erderhitzung bringt weltweit Veränderungen mit sich, die auch in Hessen bereits deutlich spürbar sind. Höhere Jahresmitteltemperaturen und insbesondere mildere Winter begünstigen, dass sich Tierarten wie beispielsweise Stechmücken oder Zecken, die ursprünglich aus wärmeren Gebieten stammen, in Deutschland ausbreiten und auch in Hessen ansiedeln können. Ein Beispiel für eine nach Deutschland eingeschleppte und seither vermehrt nachgewiesene Stechmückenart ist die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus).

Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und wurde in der Vergangenheit durch den Import von Autoreifen oder Glücksbambus von Asien nach Europa eingeschleppt – außerdem gelangt sie innerhalb Europas als blinder Passagier in Autos nach Deutschland. Bis dato hat sie sich insbesondere in Baden-Württemberg etabliert und breitet sich von dort weiter nach Norden aus. Seit 2018 wurde sie wiederholt auch in Hessen nachgewiesen, unter anderem in Frankfurt am Main und in Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis).

Die Asiatische Tigermücke kann als so genannter Vektor unter bestimmten Voraussetzungen verschiedene Krankheitserreger übertragen. Hierzu zählen etwa das Dengue- und das Chikungunya-Virus. Da diese Erreger in Deutschland bisher nicht verbreitet sind, ist das Risiko einer Übertragung durch die Asiatische Tigermücke auf den Menschen bisher gering. Expertinnen und Experten weisen aber darauf hin, dass es auch in Hessen steigen wird und deshalb ernst genommen werden muss. Erhöht ist das Risiko insbesondere in infrastrukturell gut angebundenen Ballungsgebieten mit geeigneten klimatischen Bedingungen wie dem Rhein-Main-Gebiet.

Prävention und Bekämpfung

„Wir wollen weiter präventiv Maßnahmen ergreifen, um die Gesundheitsgefährdung in Hessen gering zu halten. Dazu sensibilisieren wir die Menschen für dieses Thema und wollen sie auch motivieren, selbst aktiv zu werden, um die Ansiedelung der Tigermücke von vornherein zu verhindern – denn das ist der beste Schutz“, sagt der hessische Gesundheitsminister Kai Klose.

Die richtige Zeit dafür ist jetzt, denn im Frühjahr beginnt die Stechmückensaison: Spätestens im Juni bis in den Spätsommer hinein ist in Hessen mit Stechmücken zu rechnen. Da die Asiatische Tigermücke ihre Eier vorzugsweise in kleinen künstlichen Wasseransammlungen in Menschennähe legt, sollten solche auf dem eigenen Grundstück, im Garten oder dem Balkon vermieden werden: zum Beispiel sollten Regentonnen abgedeckt, wassergefüllte Blumentopfuntersetzer vermieden, Gießkannen und Eimer umgedreht gelagert und Wasser in Vogeltränken regelmäßig erneuert werden. Weitere Informationen dazu, was Sie tun können, finden Sie in diesem Flyer. Auffällige Mücken können von der Bevölkerung beim bundesweiten „Citizen Science“-Projekt Mückenatlas zur Artbestimmung eingeschickt werden.

Hintergrund: Monitoring in Hessen

Um die Situation hier bei uns in Hessen genau im Blick zu haben und gezielte präventive Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit ergreifen zu können, soll die Verbreitung von Vektorarten, insbesondere bestimmter Stechmücken- und Zeckenarten, sowie von bestimmten Krankheitserregern in Hessen systematisch untersucht werden. Ein Monitoring ist durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration und das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG) im Aufbau. Durchgeführt wird es durch ein interdisziplinäres Team der dortigen Geschäftsstelle Klimaanpassung. Zudem findet fachlicher Austausch mit dem Fachzentrum für Klimawandel und Anpassung im Hessischen Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie statt.

Quelle: Land Hessen

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