Selbsttest richtig entsorgen! Fachleute klären auf: Hausmüll ja, Toilette auf keinen Fall

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind umfangreiche Tests in allen Bevölkerungsgruppen mittlerweile ein fester Bestandteil der Strategie: Sie helfen, Erkrankte ohne oder vor Eintritt der Symptome zu erkennen und somit Infektionsketten zu unterbrechen. Neben den kostenlosen Bürger-Schnelltests, die auch in mehreren Testcentern im Stadtgebiet angeboten werden (Überblick im Internet: www.langen.de/coronateststationen.html), gibt es Selbsttests zu kaufen, die jeder zuhause vornehmen kann.

Ganz einfach aber sind diese nicht anzuwenden, weshalb ein genauer Blick in die Anleitung geboten ist. Wenn dann dort aber zum Beispiel von „biogefährlichem Abfall“ die Rede ist, wirft das bei vielen Bürgerinnen und Bürgern neue Fragen auf: Wie werden die Tests und alles, was dazu gehört, eigentlich richtig entsorgt?

Schwierig ist das allerdings nicht, wie Ralf Krupka, Geschäftsführer der ALEG Abfallservice Langen Egelsbach GmbH, weiß: „Die gebrauchten Tests werden wie alle Medikamente über den Hausmüll entsorgt und landen somit in der Müllverbrennungsanlage.“ Dabei sollten die Tests aber in einem stabilen, möglichst reißfesten und fest verschlossenen Müllbeutel in die Restmülltonne gegeben werden. Wer gleich mehrere Testkits auf einmal entsorgt, sollte darauf achten, dass die Zugabe von saugfähigen Materialien wie Küchenpapier das Auslaufen von Flüssigkeiten verhindert. Die Kartonverpackungen der Tests gehören in die Papiertonne, Plastikverpackungen in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.

Auch wenn in den Testkits nur geringe Mengen Flüssigkeit sind, eines dürfen sie auf keinen Fall: ins Abwasser gelangen. „Der Ausguss oder die Toilette sind kein Entsorgungsweg, weder für Probenstäbchen noch für Flüssigkeiten noch für Masken“, sagt Eva-Maria Frei, Geschäftsführerin des Abwasserverbandes Langen/Egelsbach/Erzhausen (ALEE). „In die Toilette gehören nur Fäkalien und Klopapier.“

Zeigt ein Coronatest ein positives Ergebnis, gelten für die Erkrankten sowie die sich in diesem Zusammenhang in Quarantäne befindlichen weiteren Personen auch besondere Regeln bei der Müllentsorgung. „Sämtliche Abfälle sollten in diesem Fall ebenfalls in einem stabilen, fest verschlossenen Beutel dem Restmüll zugeführt werden“, erklärt Ralf Krupka. Das gilt natürlich ganz speziell für benutzte Papiertaschentücher und Mund-Nasen-Masken, aber eben auch für alle weiteren Abfälle. Spitze und scharfe Gegenstände müssen so verpackt werden, dass sie die Tüten nicht beschädigen. Zum Schutz der Allgemeinheit empfiehlt das Bundesumweltministerium in Abstimmung mit den Ministerien der Bundesländer zudem, in Haushalten mit Erkrankten auf Abfalltrennung vorübergehend zu verzichten und auch Verpackungsabfälle, Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen.

Quelle: Stadt Langen 

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