Eine Frage des politischen Anstandes

Mit großem Erstaunen hat die CDU Dietzenbach zur Kenntnis genommen, dass die Dietzenbacher GRÜNEN eine eigene Kandidatin ins Rennen als Stadtverordnete schicken möchten.
Hatten die GRÜNEN in den beiden gemeinsamen Gesprächen nach der Kommunalwahl
noch das konstruktive Miteinander betont und für einen fairen Umgang miteinander plädiert,
deutet sich nun das Gegenteil an.
„Anscheinend ist diese Position nun Teil des Deals zwischen den GRÜNEN, der SPD und
der LINKEN geworden und die guten politischen Gepflogenheiten damit geopfert worden“,
zeigt sich Salomon verwundert. „Es ist eine jahrelange demokratische Tradition, dass die
stärkste Fraktion das Amt der Stadtverordnetenvorsteherin bzw. des Stadtverordnetenvorstehers besetzt. Wenn nun das Verlangen nach Ämtern höher wiegt als die Bewahrung demokratischer Traditionen und die Wertschätzung für die vom Bürger mit den meisten Stimmen bedachten Partei, ist dies kein gutes Omen für den künftigen Umgang in der Stadtverordnetenversammlung, sondern vielmehr Zeichen mangelnden Respekts, auch vor dem
Wahlergebnis“, konstatiert der Fraktionsvorsitzende der CDU Dietzenbach und ergänzt: „Die
Größe einer Koalition zeigt sich daran, wie respektvoll man mit den politischen Mitbewerbern
umgehe.“
Sollte dieses Verhalten zum Maßstab der politischen Gangart der künftigen rot-rot-grünen
Koalition werden, dürfe man sich nicht wundern, wenn dadurch auch das Vertrauen der
Menschen in die Politik schwindet, gibt Salomon zu bedenken.
Dass die SPD in Dietzenbach eine Kandidatin der Grünen unterstützen möchte, mache den
künftigen Umgang miteinander nicht einfacher. „Nachdem sich die Zusammensetzung in der
SPD-Fraktion verändert hat, haben wir uns auf einen Neuanfang gefreut, der sich zum Wohl
unserer Stadt an der Sache orientiert und nicht an den politischen Mehrheiten“, sagt Salomon und fügt hinzu: „Es ist schade, dass die künftigen Koalitionäre die sich ihnen nun bietende Chance, ihren good will für eine gute künftige Zusammenarbeit zu zeigen, nicht nutzen
wollen, zumal die Fraktionen die einende Arbeit der bisherigen Stadtverordnetenvorsteherin
Christel Germer in der letzten Stadtverordnetenversammlung noch ausdrücklich gelobt hatten. Es ist nicht in Ordnung, auf der einen Seite eine konstruktive Zusammenarbeit einzufordern, auf der anderen Seite das politische Miteinander von Beginn an aber so aufs Spiel zu
setzen.“

Quelle: Stadt Dietzenbach 

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