Hungrige Baumkobolde unterwegs

Beim Eichhörnchen-Schutz können alle mitmachen

Wipfelstürmer, Nussknacker und Akkordarbeiter: Auf Eichhörnchen treffen viele Bezeichnungen zu. Die niedlichen Vierbeiner bewohnen alle Regionen Deutschlands und stehen unter Artenschutz. Am liebsten leben sie in Wäldern mit hohen Nadel- oder Laubbäumen und in Parks. In Langen sind die rotbraunen Gesellen aber auch in vielen Gärten zu finden. Ihr Nest bauen die Tiere hoch oben in den Baumkronen. Der sogenannte Kobel ist von innen mit Moos und Gräsern gepolstert. Bei ihrer Geburt wiegen die Jungen gerade einmal acht Gramm. Bei den „Eichkatzerln“, wie sie auch in Österreich heißen, geht der Trend sogar zu „Mehrfachwohnungen“. Oft haben sie sechs bis acht Kugelbauten, in denen sie tagsüber ruhen, nachts schlafen oder Vorräte lagern.

Im Gegensatz zu Vogelnestern ist die Öffnung des Baumkobels unten, damit die Eichhörnchen bei Gefahr schnell hinein klettern können. Nach acht bis zehn Wochen wird der Nachwuchs nicht mehr gesäugt und muss sich selbständig seine Nahrung suchen. Alt- und entwöhnte Jungtiere fressen vor allem energiereiche Früchte und Samen. Besonders beliebt sind die von Buche, Eiche, Kiefer, Ahorn und Fichte, aber auch Kastanien und Nüsse. Daneben verschmähen sie Knospen, Blüten, Gallen, Pilze und tierische Kost ebenfalls nicht. Vor dem Winter fressen sich die kleinen Seiltänzer nur wenig Speck an, stattdessen verstecken sie im Herbst unermüdlich Nahrung in Depots. Diese suchen sie in der kalten Jahreszeit regelmäßig auf und plündern sie. Manchmal finden sie jedoch ihre Verstecke nicht wieder und im nächsten Frühjahr keimen dort junge Bäumchen oder Sträucher.

Wer die Baumhörnchen bei ihrer Nahrungssuche im Winter unterstützen will, kann einiges für die eleganten Kletterer tun: Das beginnt mit einem naturnahen, nicht zu aufgeräumten Garten, wo die sie Nahrung und vielleicht sogar einen schönen Überwinterungsplatz finden. Zusätzliche Futterspenden werden ebenfalls gerne genommen. Der Fachhandel bietet artgerechten Futtermischungen für die Tiere an. Darüber hinaus freuen sich die Nager mit dem buschigen Schweif jedoch auch über Haselnüsse, Walnüsse, getrocknete Maiskörner, Sonnenblumen- und Kürbiskerne, Rosinen, Weintrauben, Äpfel, Birnen, Gurken und Karotten aus der Küche.

Quelle: Stadt Langen 

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